West und Ost in den Volkskulturen Mitteleuropas

Jürgen Udolph: Besprechung von Bruno Schier: West und Ost in den Volkskulturen Mitteleuropas

Erschienen: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik 59(1992) 200-204.
BRUNO SCHIER: West und Ost in den Volkskulturen Mitteleuropas. Landes- und volkskundliche Studien zur Kulturmorphologie der deutsch-slawischen Kontaktzone für die Zeit vor und zwischen den Weltkriegen. Marburg: Elwert 1989. XII, 308 S.

Aus dem Vorwort der Arbeit (S. VIIIf.) von W. WERNER-KÜNZIG ist der Werdegang der Publikation ersichtlich: das Manuskript des 1984 verstorbenen Autors wurde von dem Johannes-Künzig-Institut für ostdeutsche Volkskunde in Freiburg überarbeitet. Hinzugefügt wurde eine Bibliographie. Die Hauptlast der Bearbeitung trugen F. DROBEK UND W. WERNER-KÜNZIG. Unterstützung erfuhren die Herausgeber von H. RÖSEL UND O. NAHODIL, der in einem „Vermächtnis eines gelehrten Deutschböhmers“ (S. X-XII) das Lebenswerk des Autors würdigt. Es handelt sich im wesentlichen um die „Problematik der Auseinandersetzung zwischen Deutschen und Slawen in volkskundlicher Sicht“ (S. XI). Bei der Beurteilung der Arbeit sind verschiedene Punkte zu berücksichtigen. Zum einen erschien es mit fünfjähriger Verspätung, zum anderen ist eine postume Veröffentlichung immer mit Problemen verbunden. Das zeigt sich in einer gewissen Unausgewogenheit (auf S. XII von O. NAHODIL selbst angesprochen), aber auch in nicht wenigen Wiederholungen, die deutlich machen, daß der Autor noch an der Ausformulierung gefeilt hat. Dennoch handelt es sich wohl um eine „Gesamtschau der Erträge seiner wissenschaftlichen Bemühungen und Werke im Zeitraum von sechzig Jahren“ (S. XI). B. SCHIERs letztes Werk ist für O. NAHODIL „eine reiche Material- und Ideensammlung - und schon als eine solche ein Buch von Bedeutung, das den kommenden Adepten der Volkskunde viel zu bieten hat“ (S. XII).

In meiner Besprechung werde ich vor allem von Seiten der Sprachwissenschaft und Namenkunde zu argumentieren versuchen. Als Laie auf dem Gebiet der Volkskunde kann ich zu dem Hauptarbeitsgebiet des Autors nur wenig beitragen. Auch gehe ich nicht auf diejenigen Stellen ein, „in denen die dunklen Vorstellung [sic!] des Dritten Reiches durchsickern“ (O. NAHODIL, S. XII).

In einer Einleitung (S. 1-9) wird als Hauptarbeitsgebiet B. SCHIERs die deutsch-slavische Kontaktzone unterstrichen. Immer wieder wird (auch im weiteren Verlauf der Arbeit) betont, daß Ostmitteleuropa zwei Einflüssen unterworfen war: dem des westlichen Abendlandes und dem des asiatischen Ostens. Die nach Westen

hin orientierten Völker sahen als „äußeres Zeichen ihrer Zugehörigkeit ... stets mit besonderem Stolz [die] Verwendung der lateinischen Schrift [an]“ (S. 7).

Den Schwerpunkt der Arbeit bieten die Hauptteile A und B. Teil A behandelt die „allgemeinen Voraussetzungen der west-östlichen Kulturbeziehungen“ (S. 11-174), darin I. Natürliche Grundlagen des Völkerlebens in Mittel- und Osteuropa - d.h. Boden, Klima, Pflanzen- und Tierwelt, Interethnische Einflüsse und volkscharakterologische Folgen sowie Ergebnisse im erdräumlichen und sozialgeschichtlichen Bereich (S. 11-33), II. Die vor- und frühgeschichtliche Völkerschichtung Mitteleuropas im Lichte der Ortsnamenforschung, darin Vorindogermanische, illyrisch-venetische, keltische, germanische, slawische und deutsche Ortsnamen (S. 34-62). III. Altersschichten des Volks- und Aberglaubens Mitteleuropas im Lichte der volkskundlichen Strukturforschung (S. 63-126). IV. Asiatische Einwirkungen im Altertum und fernöstliche Einflüsse seit dem Mittelalter, darunter z.B. Ackergeräte, Seeverkehr, Waffen, Geldwesen, Textilien (S. 127-174).

Teil B ist der „Kulturmorphologie der deutsch-slawischen Kontaktzone in geschichtlicher Zeit“ (S. 175-272) gewidmet. Er enthält I. Frühgeschichtliche Vorstufen der Kulturbeziehungen, wobei der Autor „als Philologe von sprachwissenschaftlichen Erwägungen, insbesondere nach der Methode der 'Wörter und Sachen' ausgehen möchte“ (S. 175). Zur Diskussion regt die These an, daß „lange vor der Zeitenwende ... die ersten sprachlichen und sachlichen Berührungen zwischen Germanen und Slawen ein[setzten]“ (S. 175). Es fragt sich, mit welchen wissenschaftlichen Methoden dieses nachweisbar ist. Im einzelnen werden behandelt: 1. Ostgermanisch-slawische Beziehungen (vor allem die Bereiche „Siedlung und Haus“, Kleidung, Tracht, Sagen, 2. Westgermanisch-slawische Beziehungen (z.B. Dönse, Bienenzucht und Scheunenwirtschaft), 3. Ostdeutsch-westslawische Beziehungen. Die Die Volkskulturen des östlichen Mitteleuropa zwischen West und Ost sind Thema des II. Abschnittes, diskutiert werden die Bereiche der sachlichen (S. 197-208) und geistigen Volkskultur (S. 208-216).

Der III. Abschnitt behandelt ostdeutsch-westslawische Gemeinsamkeiten am Beispiel des Sudetenraums (S. 217-229), unterteilt in die Teilbereiche „Das tschechische Volk als Glied der abendländischen Völkerfamilie“ (S. 217-219), „Deutsch-tschechische Übereinstimmungen im Bereiche der Mundarten und Schriftsprache, der ländlichen und städtischen Kultur“ (S. 219-223) und „Deutsch-

tschechische Übereinstimmungen im literarischen und volkscharakterologischen Bereich“ (S. 223-229).

Den Abschluß bildet eine „Strukturanalyse des slowakischen Volkes als Beispiel für den Aufbau der Volkskulturen am Ostrande der abendländischen Welt“ (S. 230-272). Dieser „klassische Fall der vergleichenden Volkskunde“ wird anhand der natürlichen Schichten (anthropologische Grundlagen, Einwirkungen von Klima und Boden), zeitlicher Schichten (Indogermanisch-altslawisches Erbe, Kulturschichten des Mittelalters und der Neuzeit, Geschichtliche Kulturräume) und ethnischer Schichten (westslawische Grundlage und Einflüsse der slawischen Nachbarn, ungarische, rumänische und deutsche Einflüsse, Übervolkliche Kulturräume in Mitteleuropa) behandelt. Ein Nachwort (S. 273-282) und ein Literaturverzeichnis (S. 283-308) bilden den Schluß der Arbeit.

Wie oben bereits erwähnt, sieht der Verf. das östliche Mitteleuropa im Spannungsfeld zwischen dem abendländischen Westen und dem asiatischen Osten. Zum Einfluß des Ostens heißt es: „Die Steppenvölker Asiens sind eine bewegende Kraft erster Ordnung in der Geschichte Europas; sie haben die Völkerwanderungen der Germanen, der Slawen und Finnen ausgelöst ... Slawische und deutsche Forscher nehmen übereinstimmend an, daß die südlich der Sudeten und Karpaten siedelnden Slawenstämme zu einem großen Teil unter awarischer Zwingherrschaft in ihren neuen Wohnsitz eingewandert sind“ (S. 27), und weiter: „In wie starkem Maße auch die moderne Sprachwissenschaft mit mongolischen Einflüssen rechnet, drückt sich in der Tatsache aus, daß der slowakische Slawist LUDWIG NOVÁK in einer neuen Theorie die Eigenständigkeit des Altslawischen im Rahmen der baltisch-slawischen Sprachgemeinschaft auf den Vorgang der Mongolisierung zurückführt“ (S. 28). Aus diesen mehr als anfechtbaren Thesen wird auf „Nachwirkungen der Mongolenherrschaft im slawischen Volkscharakter ...“ (S. 31) geschlossen. Dem ist nachhaltig zu widersprechen. Die Entfaltung des Slavischen aus indogermanischen Dialekten stand unter dem Einfluß der aus dem Indo-Iranischen ausgehenden Satemisierung, weiterhin lassen sich deutliche Übereinstimmungen zwischen den idg. Sprachgruppen Baltisch, Slavisch und Germanisch herausarbeiten (die offenbar auch im Namenschatz ihre Spuren hinterlassen hatten) und schließlich muß das Slavische zu denjenigen Sprachen gerechnet werden, die Anteil an der Alteuropäischen Hydronymie besitzen. Auch dürfte der avarische Einfluß überschätzt werden. Die Wanderungsbewegungen der Slaven wären auch ohne

avarischen Druck zu erwarten gewesen. An mongolische Einflüsse zu glauben, gibt das sprachliche Material jedenfalls nicht her.

Wir sind mit diesen Bemerkungen bereits zur Kritik aus sprachwissenschaftlich-namenkundlicher Sicht übergegangen. Es muß betont werden, daß B. SCHIERs Arbeiten zum einen nicht den aktuellen Stand (berechnet etwa auf das Jahr 1980) widerspiegeln und zum anderen deutliche Mängel aufweisen. An einigen wenigen Beispielen (dabei wird auch neuere Literatur berücksichtigt) soll das verdeutlicht werden.

1. Die Annahme vorindogermanischer Relikte, die der Verf. selbst mit Recht bei den Namen Worbis und Krkonose zurückgewiesen hat, wird unnötigerweise bei dem Flußnamen Duria aufrecht erhalten: „Da diese Dur-Namen von der Slowakei über die Schweiz, Oberitalien und Frankreich bis nach Spanien vertreten sind, scheinen hier die Reste einer weitverbreiteten vorindogermanischen Flußnamengebung vorzuliegen“ (S. 36). Vgl. dagegen W.P. Schmid s.v. Duria, Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, Bd. 6, Berlin-New York 1985, S. 294f.

2. Der Glaube an „Illyrisch-venetische Ortsnamen“ (S. 36-39), die ein „spezifisch ostdeutsches Ortsnamenproblem“ (S. 36) darstellen sollen, da „in Ostdeutschland ... mehrere Stammes-, Fluß- und Ortsnamen weder germanisch noch slawisch zu sein [scheinen], sondern dem illyrisch-venetischen Sprachgut zuzugehören“ (S. 37), kann aufgegeben werden. Ohne hier auf Einzelheiten der Erörterung des als „illyrisch“ bezeichneten Suffixes -eia in Aquileia, Noreia, Celeia „Cilli“, Matreia „Windisch-Matrei“ und der Orts- und Gewässernamen Streu, -apa/-opa in Oppa und Aupa, eines „vorkeltischen Appellativums 'Fluß' in March, alt Marus, sowie von Mur, Mürz, Cusus, zu Netze, Drage/Drawa, Drewenz, Durance, Neiße (zu den polnischen Gewässernamen s. jetzt J. Udolph, Die Stellung der Gewässernamen Polens innerhalb der alteuropäischen Hydronymie, Heidelberg 1990) einzugehen, ist generell auf die bessere Einbindung in die bei SCHIER unerwähnt gebliebene Alteuropäische Hydronymie H. KRAHES und W.P. SCHMIDs zu verweisen. Veraltet ist die in diesem Zusammenhang der Hinweis auf die von M. VASMER erkannte Erscheinung, „daß einige der als illyrisch angesehene Ortsnamen Ostdeutschlands deutliche Beziehungen zu dem venetischen Raum im Gebiet der Adria aufweisen, wie VASMERs Gleichungen ... erkennen lassen“ (S. 38), vgl. H. KRAHE, Vorgeschichtliche Sprachbeziehungen von den baltischen Ostseeländern bis

zu den Gebieten um den Nordteil der Adria, Mainz 1957 (immerhin erscheint der Titel im Literaturverzeichnis).

3. Zur Problematik der slavischen Torg-Namen, Tergeste „Triest“ usw. s. Rezensent, „Handel“ und „Verkehr“ in slavischen Ortsnamen, in: Untersuchungen zu Handel und Verkehr der vor- und frühgeschichtlichen Zeit, Teil IV, Göttingen 1987, S. 570-615, speziell S. 583-590.

4. Bei der Behandlung der „germanischen Ortsnamen“ heißt es unter Berufung auf KOSSINNA, SPROCKHOFF, WAHLE und TACKENBERG: „Um das Jahr 1000 v. Chr. erstreckte sich ältester germanischer Siedlungsboden von der unteren Elbe bis zur unteren Oder“ (S. 40). Es ist mehr als fraglich, ob man zu diesem frühen Zeitpunkt schon von „Germanen“ sprechen kann und ob das altgermanische Siedlungsgebiet schon so früh dieses große Gebiet umfaßte. Ebenso unsicher geworden ist die immer wieder vertretene These: „Um Christi Geburt ... ergreifen die Goten zunächst von dem Gebiet um die Weichselmündung Besitz; sie haben hier neben zahlreichen Bodenfunden auch germanisches Namengut hinterlassen ...“ (S. 40). Dazu und zu den Ortsnamen Danzig und Gdingen vgl. Beiträge zur Namenforschung, Neue Folge 23(1988)299f. (mit weiteren Literaturhinweisen). Auch die ethnische Zuweisung der als germanisch postulierten Namen Gdec/Giecz bei Gnesen, Hedcany, Ortsnamen in Böhmen, Graudenz, Elbe, Havel, Elde, Delvenau, Spree, Weichsel („Rückentlehnung eines ursprünglich germanisch belegten Eigennamens aus dem Slawischen“), Schlesien und Nimptsch ist nicht so sicher, wie der Verf. angenommen hat.

5. Bei der Diskussion slavischer Ortsnamen (S. 44-59) kann sich SCHIER auf umfassende Untersuchungen (TRAUTMANN, SCHWARZ u.a.) stützen. Dennoch vermißt man in diesem Zusammenhang Hinweise auf die Leipziger und Berliner Arbeitskreise um E. EICHLER/H. WALTHER und G. SCHLIMPERT.

6. Der für die Leser der ZDL. zweitwichtigste Abschnitt dürfte die Erörterung „deutsch-tschechischer Übereinstimmungen im Bereiche der Mundarten und Schriftsprache, der ländlichen und städtischen Kultur“ (S. 219-223) sein. SCHIER führt dazu aus: „Die Tschechen haben sich der deutschen Anfangsbetonung angeschlossen und sie strenger als die Deutschen durchgeführt“ (S. 219); „Gleich dem Deutschen hat das Tschechische auch die Auslautverhärtung durchgeführt“ (S. 219). Die Lautveränderungen mhd. uo > ú, ie > i, ú > au, í > ei werden als Ausgang für ähnliche Entwicklungen im Tschechischen angesehen („Die Tschechen haben

[diese] Lautentwicklungen mitgemacht“); „Auch der alttschechische Lautwandel g > h (Praga > Praha) oder von r > r (trieda > trída 'Klasse') wird von L. NOVÁK ebenso wie der i-Umlaut in u > ü > i (vgl. slowak. cudzí neben tsch. cizí 'fremd') oder der Übergang von a > ä > e (vgl. Jan > Jeník) als eine Folge der deutschen Einwirkung erklärt“ (S. 220; Wiederholung dieser Thesen: S. 270f.). Zusammenfassend heißt es dann: „Bereits diese knappen sprachlichen Erwägungen geben uns das Recht, mit ROMAN JAKOBSON und LUDWIK NOVÁK von einem mitteleuropäischen Sprachenbund zu sprechen, der sich von dem eurasischen Sprachenbund des Ostens scharf abhebt. Er umfaßt heute das deutsche und tschechische, das west- und mittelslowakische sowie das madjarische Sprachgebiet; bis zum 15. Jahrhundert gehörten auch die polnischen, die lachischen und die ostslowakischen Mundarten dazu“ (S. 220). Auch in diesem Fall sind erhebliche Zweifel angebracht. Nicht zu allen der von SCHIER genannten Beispielen, aber zu den wichtigsten (Auslautverhärtung, Anfangsbetonung) sind durchaus andere Stimmen laut geworden: man vergleiche vor allem die kritische Stellungnahme von I. FUTAKY (und anderen) zu dem von H. HAARMANN postulierten Donau-Sprachbund in Finnisch-Ugrische Mitteilungen 2(1978)181-192. Zu dem immer noch umstrittenen Lautwandel g > h wird sicher nicht das Deutsche verantwortlich gemacht werden können, da die Erscheinung nicht nur das Tschechische und Slovakische, sondern auch das Ukrainische, Weißrussische und Südgroßrussische umfaßt. Den Thesen von L. NOVAK ist mit Vorsicht zu begegnen.

7. Die umstrittene Frage der sogenannten Südslavismen im Mittelslovakischen (S. 254f.) kann mit Hilfe der Namenforschung zu einer Klärung geführt werden. Wie ich an anderer Stelle ausführen werde, sind die dazu gehörenden Namen innerhalb der Slovakei so eng miteinander verzahnt und benachbart, daß nur die Möglichkeit bleibt, auf eine frühe Ausgliederung der slavischen Dialekte zu schließen. Späterer südslavischer Einfluß auf das Slovakische scheint daher ausgeschlossen.

B. SCHIER hat die in den letzten Jahren erfolgten umwälzenden Veränderungen im östlichen Europa leider nicht mehr erleben dürfen. Sie hätten ihn sicher angespornt, weiter mit volkskundlichen Methoden an die Probleme der an der Nahtstelle zwischen Ost und West liegenden Staaten und Völker heranzugehen. Im Schlußkapitel hat er einen Ausblick in die Zukunft gewagt: „Im Hinblick auf die unnatürliche und unheilvolle Teilung Deutschlands nach 1945 wären wir glücklich,

wenn [die] hohe Verantwortung für den Frieden der Welt viel leidenschaftlicher als bisher alle Staatsmänner und die ganze Weltöffentlichkeit von heute ergriffe“ (S. 282). Durch die Umwälzungen sind nun neue Möglichkeiten und neue Aufgaben für die Volkskunde entstanden. Meine Besprechung konnte sich nur mit den Aspekten der Sprachwissenschaft und der Namenforschung befassen. Dabei schienen mir erhebliche Korrekturen angebracht. Sie mögen ein bescheidener Beitrag zu der zukünftigen Arbeit auf diesen Gebieten sein. Die Rezension stellt daher keine zusammenfassende Wertung der vorliegenden Arbeit dar, dazu sind Vertreter der Volkskunde berufener.

Das in dem vorliegenden Buch zusammenfassend vorgelegte Lebenswerk von B. SCHIER ist eine interessante, zum Nachdenken und weiterer Untersuchung anregende Lektüre. Sie verdeutlicht auch - und das scheint mir für die Leser dieser Zeitschrift von besonderer Bedeutung zu sein -, welch hohen Stellenwert die Sprachwissenschaft, vor allem aber die Namenforschung bei diesen strittigen Fragen besitzt.